Diese lange Liste liefert nicht nur einen Überblick meiner Ausrüstung, sondern dient mir auch als (mahnende) Erinnerung wieviel ich schon in dieses Hobby gesteckt habe. Und der ganze Kleinkram wie Schwalbenschwanz-Schienen, Adapter, Teleskop-Ringe, Klemmen und Kabel sind noch nicht mal dabei …
2020-11
Az-Alt Montierung
Maksutov Teleskop, 1500 mm Brennweite, 127 mm Öffnung, f/12
Das set aus Teleskop und Montierung – ein Geburtstagsgeschenk von Ute – war mein Einstieg in die Astronomie.
2021-02
1/2.3″ Format, Sony IMX477 CCD Sensor, 4056 x 3040 px, 1.55 μm Pixelgrösse
Single Board Computer, 4 GB RAM
Ursprünglich mit dem Ziel gekauft, mit der HQ Kamera eine Platform für die Planetenphotographie zu haben. Dies ist aber an der geringen Framerate bei voller Auflösung gescheitert. Dafür habe ich den Pi später zur Steuerung der Montierung und die Kamera für Aufnahmen von Deep Space Objekten verwendet.
2021-03
Teleobjektiv, Festbrennweite 200 mm, 72 mm Öffnung, f/2.8
Link zu MIR Canon FD Resources
Als Alternative zu einem echten Refraktor gekauft. Leider weist das Objektiv nicht unerhebliche chromatische Aberrationen und Koma auf. Ein Abblenden auf 55mm mittels Reduktionsring (um das Entstehen von Beugungsbildern, durch die Blendenlamellen zu vermeiden) hilft etwas diese Abbildungsfehler zu reduzieren.
2021-06
2x Telekonverter
Link zu MIR Canon FD Resources
Hatte gehofft durch den Telekonverter, einfach die Brennweite des nFD 200mm verdoppeln zu können. Die chromatischen Aberrationen nehmen jedoch ebenfalls zu.
2021-07
Polhöhenwiege, um die AZ-GTi Montierung im Eq-Modus zu betreiben
Mit der Azimutalen Montierung bin ich durch die Feldrotation schnell an die Grenze der Belichtungszeit gestossen. Durch diese Polhöhenwiege und nach einem Firmware-Update der AZ-GTi kann ich diese als äquatoriale Montierung nutzen.
Spiegellose Systemkamera, APS-C Format, 6000 x 4000 px, 3.72 µm Pixelgrösse
Die relativ kleinen Pixel der HQ Kamera und der resultierende enge Bildausschnitt, haben Astrophotographie nicht leichter gemacht. Eine One-Shot Color Astrokamera im ASP-C Format war mir dann aber doch zu teuer. Daher die Canon Mirrorless.
2021-09
Brennweite 120 mm, 30 mm Öffnung, f/4
Leitkamera, 1/3″ AR0130CS CMOS, Mono, 1280 x 960 px, 1.55 µm Pixelgrösse
Nach dem Umstieg auf die äquatoriale Montierung kam dann die nächste Stufe – Nachführkontrolle/Guiding mit Leitfernrohr und -kamera.
2021-10
Debian OS + KStars + Ekos zur Steuerung der Astronomie Hardware
2021-10
0.63x Brennweitenreduzierer für das Skymax 127
2022-02
“Luxus”-Polhöhenwiege, um die AZ-GTi Montierung im Eq-Modus zu betreiben
Das Einnorden mit der Omegon Polhöhenwiege war doch ziemlich fummelig. Beim Arretieren der Alt/Az Achsen hat sich die Montierung immer ein wenig verschoben, so dass man diesen Shift antizipieren musste. Das geht mit dem Williams Optics deutlich besser.
2022-03
Software für die Astrophotographie Bildbearbeitung
Die Programmoberfläche ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber die vielfältigen Tools und die Tatsache, dass man seitenweise Tutorials im Netz findet, machen das wieder wett. Darüber hinaus gibt es mit WBPP ein Skript, das es sehr einfach macht, Sitzungen über mehrere Nächte zu integrieren.
2022-03
Russisches Spiegelteleobjektiv, Maksutov-Design, Festbrennweite 500 mm, Öffnung 78 mm, f/6.2
Das Objektiv hat zu Beginn einiges an Astigmatismus mit dreieckigen Sternen gezeigt. Das Entspannen des Hauptspiegels hat geholfen, dies zu reduzieren. Den grössten Effekt hatte jedoch eine DIY-Spiegelhalterung, die ich nach dem Vorbild aus diesem Forumbeitrag gebaut habe.
Referenz-Webseite über Objektive dieser Bauart
Spiegellose Systemkamera, APS-C Format, 6240 x 4160, 3.76 µm Pixelgrösse
2022-08
Äquatoriale Montierung mit “Harmonic Drive” Antrieb
2022-10
Ritchey-Chretien Teleskop, 1370 mm Brennweite, 154 mm Öffnung, f/9
Link zu gleichem Model auf Astromanie.ch
Mit diesem Teleskop habe ich meine bisher grösste bezahlbare Öffnung erreicht. Allerdings habe ich mir damit ein neues Hobby zugelegt – die Kollimierung. Dass ich (zu) lange gebraucht habe, um zu erkennen, dass der Tilting-Adapter nicht das Rückteil der Hauptspiegelhalterung ist, war auch nicht gerade hilfreich. Am meisten haben mir diese Anleitungen geholfen:
Blogeintrag von Teleskop Austria zur Justage am “Küchentisch”.
Letztendlich war das Teleskop erst ein Jahr später (!) wirklich einsatzbereit.
Zur Ausstattung des RC6 gehörte auch dieser massive Crayford Fokuser dazu. Ich habe später jedoch bemerkt, dass es durch die Okularklemme es zu einer Verkippung des 2″ Steckanschlussses, der die Verbindung zur Kamera herstellt, kommt. Daher nutze ich ab dem M65 Innengewinde des optischen Auszugs nur Schraubverbindungen.
Link zu gleichem Modell auf Astromanie.ch
Kam ebenfalls mit dem 6″ RC dazu, 180 mm Brennweite, 50 mm Öffnung, f/3.6
2023-06
Da ich zwischenzeitlich so verzweifelt war und für die Kollimierung extrafokale Aufnahmen und die Rückkehr in den Fokus notwendig sind, bin ich bei diesem Motorfokussierer gelandet.
Durch die Sekundärspiegelabschattung werden ausserhalb des Fokus Sterne ringförming, was den Algorithmus von Ekos durcheinanderbringt. Daher muss ich am Anfang einer jeden Nacht den Fokus manuell kontrollieren, da sich dieser aufgrund des leichten Abrutschen des Crayford-Okularauszugs stückweise verschiebt.
Trotz alledem ermöglicht es mir der Fokussierer bei Aufnahmesitzungen über die ganze Nacht den Fokus beizubehalten.
2023-12
Nachdem mir endlich die Kollimierung des RC6 gelungen ist, fiel der Astigmatismus am Bildrand ins Auge. Der 1.0x 2″ Flattener für RC Teleskope gleicht den Fehler jedoch gut aus und die Sterne sind über das gesamte Feld rund. Mit einem M56 auf M52/M54 Adapter, den ich rundherum auf den passenden Durchmesser abgefeilt und dann schwarz lackiert habe, kann ich den Flattener komplett im Auszug versenken. Dadurch ist es leichter, den Arbeitsabstand von 109 mm zum Sensor zu erreichen, ohne lange Adapterstrecken mit entsprechendem Hebel verwenden zu müssen.
2024-02
Apochramtischer Refraktor, 355 mm Brennweite, 60 mm Öffnung, f/5.9
Obwohl mir mit dem ZM-6A viele Aufnahmen gelungen sind, war ich das friemelige Justieren des Hauptspiegels doch leid. Zudem war die Lage nicht wirklich stabil, was einen Einsatz als Reiseteleskop nicht ideal machte. Anpassungen im Feld waren unmöglich und die Frustration wenn der Astigmatismus wieder auftauchte entsprechend hoch.
Auf meiner Suche nach einer Reiseausrüstung habe ich dann lange “kleine” apochromatische Refraktoren mit einer Öffnung bis zu 70 mm verglichen. Für die meisten Teleskope in dieser Grösse findet man sowohl enthusiastische, positive Bewertungen als auch enttäuschte Benutzer, die über Probleme klagen. Da mir das Risiko eine Niete aufgrund der Serienstreuung zu ziehen zu gross erschien, habe ich mich dann für ein Teleskop von Takahashi entschieden.
Dies ist zwar nicht gerade günstig, aber dafür äusserst handlich, modular und hoffentlich auch optisch hervorragend.
2024-02
1/2.8″ Format, Sony IMX290 CMOS Sensor, 1944 x 1096 px, 2.9 μm Pixelgrösse
Da ich den Tak als “Zweitteleskop” einsetze, wandert die 120MM dorthin und ich brauchte einen neue Leitkamera für das RC6. Aufgrund der kleineren Pixelgrösse der SV305M erhoffe ich mir ausserdem eine bessere Genauigkeit der Nachführung.
2024-09
APS-C Format, Sony IMX571 CMOS Sensor, 6224 x 4168 px, 3.76 μm Pixelgrösse
Ich war mit der XT3, welche den gleichen Sensor benutzt, immer sehr zufrieden. Nur die kleinen Mätzchen in Zusammenspiel mit dem INDI Treiber waren manchmal nervenaufreibend. Als diese Kamera dann auf Ricardo zu einem sehr fairen Preis auftauchte, konnte ich jedoch nicht widerstehen und habe meine erste vollwertige Astrokamera gekauft.

